Wahnsinnig viel Theater

Erscheinungsdatum: 
13.05.2009

In der neuen Inszenierung der Theatergruppe ProSzenium steht der Regisseur mit Textbuch auf der Bühne, und das hat seine Richtigkeit. Schließlich spielt das Stück „Theater im Theater“. Für die Vorstellungen gibt es bereits Karten.

Von Julia Brünner

Delmenhorst. „Hamlet“, „Woyzeck“ und „Rapunzel“: Der Theaterverein ProSzenium will sich im Genre ungern wiederholen und hat sich für eine Kriminalkomödie entschieden, die von allem ein bisschen bietet. In „Kommissar Zimmermann und die Liebe zum Theater“ geht es aber nur vordergründig um Szenen aus den Klassikern. Das Stück von Thomas Matschoß deckt den ganz normalen Wahnsinn im Theaterbetrieb auf. Genau das auf die Bühne zu bringen, bereitet den Akteuren unter Regie von Petra Wahed-Harms bereits während der Proben große Freude. Ihrem Publikum stellt das Ensemble die neue Inszenierung am Freitag, 5. Juni, in der Villa vor. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Es reicht schon eine Szene zu sehen, um das doppelte Spiel zu durchschauen. Schließlich steht Jens Fischer in der Rolle des Regisseurs mit Textbuch auf der Bühne. „Wir hatten schon die Situation, dass wir uns gegenseitig reingequatscht haben“, sagt Wahed-Harms.

ProSzenium hat sich mit Thomas Matschoß einen renommierten Autoren ausgesucht, dessen Stücke „Heiße Ecke“ und „Swinging St. Pauli“ am Hamburger Schmidt-Theater Kult-Status erreicht haben. Im Vorfeld der Proben hatte das Team sogar Gelegenheit, den Autor kennenzulernen. „Er lässt uns vollkommen freie Hand“, sagt Ines Paetzoldt, Sprecherin der Theatergruppe. Zur Premiere werde er auf jeden Fall eingeladen.

Weitere Aufführungen sind am 6., 7., 12. bis 14. Juni in der Villa sowie am 20. und 21. Juni in der Kulturlounge geplant. Karten gibt es in der Buchhandung Ruppert und bei Charakter-Fest am Friesenpark.