Das Haus in Montevideo (2006)

Eine Komödie im alten Stil über Moral, Versuchung und Belohnung der Tugend in vier Akten von Curt Goetz

(aufgeführt im Juni 2006)

"Das Haus in Montevideo" ist die 4. Produktion von ProSzenium. (Presse-Echo)


Orte der Handlung: Näglers Haus in einer beschaulichen deutschen Kleinstadt und das Haus in Montevideo

Zeit der Handlung: um 1900


Kein Mensch ist unfehlbar. Das muss auch Professor Traugott Hermann Nägler erkennen, der als liebenswerter Haustyrann seine zwölf Kinder und seine Frau Marianne auf Trab hält. Nachdem er seine Schwester Josefine im Alter von 17 Jahren wegen der Geburt eines unehelichen Kindes verstoßen hatte, führt er seine Familie mit “strenger Hand”.

Eines Tages erreicht ihn die Nachricht vom Tod seiner Schwester. Diese vermacht Atlanta, seiner ältesten Tochter, ein Haus in Montevideo. Als Nägler in Begleitung seines Freundes Pastor Riesling und seiner Tochter Atlanta in Josefines Haus in Montevideo anreist, werden sie von der mondänen Madame de la Rocco empfangen und sie glauben anfangs in einem anrüchigen Etablissement gelandet zu sein. Nägler bringt daher Atlanta in einer Pension unter, wo er sie in "Sicherheit" glaubt.

Josefines Testament indes bringt den Professor in arge Bedrängnis. Es enthält eine kleine Klausel: geerbt wird erst dann, wenn einem Mitglied seiner Familie das gleiche Schicksal widerfährt wie damals seiner Schwester Josefine. Der Professor ist zwischen der Aussicht auf das Geld und seiner Moral hin- und hergerissen, will er doch in den Genuss des Betrages kommen, um seiner Familie endlich etwas Gutes tun zu können.

Doch alle Bemühungen sind vergebens. Kein uneheliches Kind ist in seiner Familie “in Sicht”. Betrübt reist er heim. Er hätte die Hoffnung auf das Erbe längst aufgegeben - wenn da nicht die windige Sache mit seiner eigenen Eheschließung gewesen wäre ...

Panoramabild DHIM


Curt Goetz (1888 - 1960) war einer der ganz großen Komödianten seiner Zeit, der als Schauspieler, Autor und Regisseur Theater- und Filmgeschichte geschrieben hat. Mit seinem Lustspiel "Das Haus in Montevideo" gelang ihm eine hintersinnige Karikatur kleinbürgerlicher Doppelmoral. Es wurde 1945 in New York uraufgeführt. Die deutsche Erstaufführung war 1950 im Renaissance-Theater in Berlin.


Mitwirkende:

  • Prof. Traugott Herrmann Nägler: Michael Weimann
  • Marianne Nägler : Ines Paetzoldt
  • Pastor Riesling : Heinz-Günther Harms
  • Atlanta Nägler : Tania Buchberger
  • Herbert Kraft : Malte Schwarting / Michael Langner
  • Bürgermeister / Postbote : Stefan Möller
  • Martha : Ina Beckmann
  • Madame de la Rocco : Lea Borgaes
  • Ricardo Cortez : Herbert Hahn
  • Belinda : Monika Roth
  • Sophie Nägler / Carmencita : Jarmila Frese
  • Fricka Nägler / Dolores : Marieke Borgaes
  • Raquel : Elisabeth Hartwig
  • Wotan Nägler : Tom Schmidt
  • Freya Nägler : Laura Hauenschild / Chantal Reepel
  • Isolde Nägler : Lisa Weimann / Sina Steffen
  • Parsifal Nägler : Marian Willführ / Samuel Kück
  • Oktavia Nägler : Teresa Hauenschild / Friederike Bollenhoff
  • Nona Nägler : Milena Oetken
  • Decima Nägler : Friederike Weimann / Jule Klein
  • Lohengrin Nägler : Jesse Klein
  • Ultima Nägler : Alina Beckmann / Birte Riekers / Emelie Bollenhoff / Sophia Lindemann
  • Inszenierung / Produktionsleitung : Petra Wahed-Harms
  • Regie Kinderszenen : Kerstin Dummer
  • Bühnenbild : Nicole Klein
  • Bühnenbau : Thorsten Klein / H.-G. Harms/ Michael Weimann / Stefan Möller
  • Bühnenausstattung : Marlene Ahrens / Monika Herrmann
  • Kostüme : Ira Schönborn / Michael Langner
  • Maske : Carola Buchberger / Melanie Liebner
  • Inspizienten : Monika Roth / Ina Beckmann / Stefan Möller
  • Bühnentechnik : Nicole Klein / Thorsten Klein / Jens Fischer
  • Souffleure : Malte Schwarting / Michael Langner
  • Aufführungsbetreuung : Hanna Tholen / Elke Hahn
  • "Helfende Hände" : Margot Oetken
  • Fotos / Video : Andreas Paetzoldt
  • Redaktion / Öffentlichkeitsarbeit : Ines Paetzoldt
  • Kartenverkauf : Nicole Klein