Don Camillo und Peppone (2012)

Komödie in 3 Akten von Gerold Theobalt
nach dem Roman“Mondo Piccolo – Don Camillo“ von Govannino Guareschi


(Augeführt im Juni 2012)

"Don Camillo und Peppone“ ist die 10. Produktion von ProSzenium. 

 

 

Ort der Handlung:

Brescello, ein Dorf in der italienischen Poebene

Zeit der Handlung: 1946


Personen der Handlung:

  • Don Camillo, Priester
  • Peppone, Bürgermeister und Sektionssekretär der KP
  • Jesus, der Herr
  • Ariana, Peppones Frau
  • Pasotti, Großgrundbesitzer und Führer der Konservativen
  • Gina, seine Tochter
  • Signora Bruciata, verarmte Bauernwitwe
  • Mariolino, ihr Sohn
  • Signora Cristina, Lehrerin a. D.
  • Smilzo, schwerhöriger Helfershelfer von Peppone
  • Pietro Pizzi, Gelegenheitsarbeiter
  • Gianna, Lucia und Sophia, drei angesehene Geschäftsfrauen aus Brescello 

In Brescello haben Wahlen stattgefunden, aus denen die Kommunisten als Sieger hervorgegangen sind. Ihr Anführer Peppone Botazzi hat während der Mussolini-Diktatur gegen die Faschisten gekämpft, wie auch Don Camillo, der Priester der Kommune.

Aber nicht nur ihr Widerstand gegen die Faschisten verbindet die beiden, sondern gemeinsam ist ihnen auch ihre übergroße Dickköpfigkeit. Die führt immer wieder zu wüsten Streitereien, die nicht selten auch mit Handgreiflichkeiten gelöst werden. Miteinander können die beiden in ihrem Dorf wahrhaftig nicht leben. Aber ohne einander erst recht nicht!

Peppone will seinen Sohn sogar auf den Namen „Lenin“ taufen lassen. Das geht Don Camillo nun aber wirklich zu weit! Erst nach einem „ernsten Gespräch unter Männern“ willigt Peppone ein, dass sein Sohn einen anderen Namen erhält und das Kind wird getauft.

Eines Tages bricht ein Streit zwischen den Großgrundbesitzern und den Arbeitern aus, in dem Don Camillo zwischen die Fronten gerät - obwohl seine Sympathie den Kommunisten gehört, denn es sind die Großgrundbesitzer, die die einfachen Menschen ausbluten lassen. Doch wie kann er als Priester offen für die Kommunisten eintreten? Schließlich kommt es zum Generalstreik. Bevor die Situation vollkommen eskaliert, beschließen Don Camillo und Peppone, den Streik auf typisch italienische Weise zu beenden: mit einem Fußballspiel der Kommunisten gegen die Konservativen mit ihnen als Trainer der beiden Mannschaften. Das Ergebnis führt zu einem von allen akzeptierten Ende des Streiks.

Doch schon wieder droht Ungemach: Der junge Kommunist Mariolino und Gina, die Tochter des Großgrundbesitzers Pasotti, dürfen nicht heiraten. Sie sind sogar bereit für ihre Liebe zu sterben und beschließen ins Wasser zu gehen. Das ganze Dorf ist in Aufruhr und Sorge um die beiden. Doch am Ende wird alles gut.

In Brescello tobt das pralle Leben: Es wird gelacht, gestritten, geliebt, geprügelt, gefeiert und gestorben.

Und über allem wacht Jesus, der Herr, der allerdings mit seiner Meinung auch nicht immer hinter'm Berg hält ...


"Lachen mit Jesus und Marx", so betitelte einst der Journalist Hans Messias einen Artikel zum Film mit dem unvergessenen Fernandel und Gino Cervi.
 
Gerold Theobalt hat aus der Romanvorlage von Giovannino Guareschi ein ebenso komisches wie turbulentes und kurzweiliges Theaterstück gemacht, das auch leise Momente zulässt.
 
Auf der Bühne entsteht „un piccolo mondo“ - eine kleine Welt, in der Systeme aufeinandertreffen, in der Weltanschauungen einander auszuschließen scheinen und in der die Menschen doch nur eines wollen: Ein bisschen Wohlstand und Frieden.
 

Mitwirkende:

  • Don Camillo: Herbert Hahn
  • Jesus: Lutz Echtermann
  • Peppone Botazzi: Michael Weimann
  • Ariana Botazzi: Susanne Lürßen
  • Signor Pasotti: Heinz-Günther Harms
  • Gina Pasotti: Malena Mann
  • Signora Bruciata: Heike Fehner
  • Mariolino Bruciata: Bao Dinh
  • Signora Cristina: Monika Roth 
  • Smilzo: Miguel Luftmann
  • Pietro Pizzi: Wolfgang Witt
  • Sophia: Kerstin Bamberg
  • Gianna: Rabea Sieler
  • Lucia: Ines Paetzoldt
  • Schiedsrichter: Miguel Luftmann
     
  • Spielleitung: Petra Wahed-Harms
  • Regieassistenz: Michael Langner
  • Bühnenbild / Bühnenbau: Michael Weimann / Jürgen Müller-Schönborn /
    Heinz-Günther Harms
  • Bühnenmalerei: Saskia Mosler / Lisa Klattenhoff
  • Bühnenausstattung: Monika Roth
  • Licht + Tontechnik: Jens Fischer / Tom Schmidt
  • Inspizienz: Monika Roth
  • Kostümbild: Michael Langner / Ira Schönborn / Gitta Gabriel
  • Maske: Susanne Lürßen / Julia Pohl / Melanie Liebner
  • Souffleurinnen: Angelika Funke / Michael Langner
  • Fotos / Videos: Andreas Paetzodt / Heinz-Günther Harms / Wolfgang Witt
  • Redaktion: Ines Paetzoldt
  • Aufführungsbetreuung: Jan Spangenberg, Lucas Pohl, Jana Fehner
  • Kartenverkauf: Monika Roth