Es war die Lerche (2004)

Ein heiteres Trauerspiel mit Musik in zwei Teilen von Ephraim Kishon

(aufgeführt im Juni 2004)

"Es war die Lerche" ist die 2. Produktion von ProSzenium. (Presse-Echo)


Ort der Handlung: Verona im Jahre 1623

Uraufführung: 1973 Habimah National Theater in Tel Aviv

Deutschsprachige Erstaufführung: 1974/1975 Schauspielhaus Zürich


»Romeo und Julia«: das größte Liebespaar aller Zeiten. „Willst du schon gehn? Der Tag ist ja noch fern...“ – wer kennt nicht diese liebenden Worte. Doch ihre Liebe konnte nur durch den dramatischen Tod der beiden ihren mystischen Charakter erhalten und zur Vollkommenheit gelangen. Einfach perfekt!

Doch was wäre geschehen, wenn Julia rechtzeitig erwacht wäre und die beiden 29 Jahre später noch in Verona lebten? Genau diese Geschichte erzählt Kishon in seiner Satire „Es war die Lerche“. Selbst das bekannteste Liebespaar der Literaturgeschichte bleibt nicht von den täglichen Streitereien des Ehealltags verschont.

Der Ballettlehrer Romeo und die Hausfrau Julia sind zudem mit ihrer 14jährigen pubertierenden Tochter geschlagen. Diese hat nur Verachtung für ihre Eltern übrig: „Aber was das Leben wirklich lebenswert macht, davon habt ihr keine Ahnung! Romeo und Julia! Was wisst denn ihr zwei schon von Liebe!“

Herr Montague hat nur noch Augen für seine Wärmflasche Lisa. Und Frau Montague-Capulet ist mit ihren 43 Jahren auch nicht mehr die veroneser Schönheit.

Doch „Rettung“ naht. Der nicht mehr ganz taufrische William Shakespeare erscheint als Geist, um sein Werk zu vollenden: Er will die beiden abermals in den Selbstmord treiben. Tochter Lucretia verliebt sich in den unablässig dichtenden „Willie“ und die beiden wollen in die Welt hinaus ziehen, um zu erfahren, was Liebe ist. Womit Romeo aber gar nicht einverstanden ist. „Kommt nicht in Frage. Vergiss nicht, dass der Kerl deine Mutter und mich beinahe umgebracht hat.“

Panoramabild Lerche


Weitere Personen der Handlung sind Pater Lorenzo und die alte Amme von Julia. Das Stück wird durch zahlreiche Zitate aus Shakespeare-Originalen bereichert (nicht nur aus Romeo und Julia), deren kunstvolle Einarbeitung die umfassende Textkenntnis Ephraim Kishons zeigt. Nachdem das "Theater zwischen den Stühlen" im Frühjahr 2003 mit seiner Inszenierung von Shakespeare's "Romeo und Julia" das Delmenhorster Publikum begeisterte, sprang das Virus auf ProSzenium über und infizierte die Gruppe hoffnungslos. "Es war die Lerche" von Ephraim Kishon ist die 2. Produktion von ProSzenium.


Mitwirkende

  • Romeo : Michael Weimann
  • Julia : Ines Paetzoldt
  • Lucretia : Tania Buchberger / Elisabeth Hartwig
  • Shakespeare : Rune Jürgensen
  • Pater Lorenzo : Heinz-Günther Harms
  • Amme : Kerstin Dummer
  • Inszenierung / Produktionsleitung : Petra Wahed-Harms
  • Regieassistentin / Inspizientin : Ina Beckmann
  • Bühnenbild : Nicole Klein
  • Kostüme : Marlene Ahrens / Ira Schönborn
  • Maske : Carola Buchberger / Melanie Liebner
  • Bühnentechnik : Sven Franz / Nicole Klein
  • Souffleusen : Tania Buchberger / Elisabeth Hartjen
  • Aufführungsbetreuung : Sabine Leppert
  • Fotos : Lasse Hannemann / Heinz-Günther Harms
  • Redaktion / Öffentlichkeitsarbeit : Ines Paetzoldt
  • Kartenverkauf : Nicole Klein