Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit (2010)

Schauspiel in 3 Akten  von Peter Turrini - frei nach Caron de Beaumarchais

(Aufgeführt im Juni 2010)

"Der tollste Tag oder Figaros Hochzeit" ist die 8. Produktion von ProSzenium.

( Presse-Echo ) (Fotogalerie)

Plakat Figaro

Ort der Handlung:
Sevilla

Zeit der Handlung:
kurz vor der französischen Revolution

 


Graf Almaviva hat es auf die Zofe Susanna abgesehen. Die will den Diener Figaro heiraten, doch der Graf hintertreibt mit Hilfe seines Handlangers Bazillus die Hochzeitspläne und will auf sein adeliges »Recht der ersten Nacht« mit Susanna bestehen.

Und noch jemand steht dem Glück im Weg: Die reife Marcelline. Sie möchte Figaro für sich und hetzt ihm wegen eines angeblichen Eheversprechens ihren Anwalt Dr. Bartholo auf den Hals.

Figaro setzt den Angriffen und Intrigen mit Hilfe der Gräfin und des Pagen Cherubino eigene List entgegen. Ein Kleidertausch soll den liebeshungrigen Grafen beim nächtlichen Rendezvous mit seiner eigenen vernachlässigten Gattin zusammen führen. Doch das Täuschungsspiel bringt keine Wende. Witz und Charme des pfiffigen Dieners scheinen am Ende.

Mit einem korrupten Gerichtsverfahren wächst der Druck auf Susanna und Figaro und treibt das Stück einem dramatischen Finale entgegen.

  


Beaumarchais, dessen wohl bekanntestes Werk "La folle journée ou le marriage de Figaro" Peter Turrini 1977 als Vorlage für seine Adaption diente, entlud in seiner Komödie die Kritik an der privilegierten Gesellschaft Frankreichs. In ihr wird Figaro durch seinen Witz und Verstand Vorreiter der großen Revolution.

Bei Turrini dagegen kommt alles ganz anders. Er übertreibt Beauchmarchais' hintersinnige Komödie bis ins Absurde und überzeichnet jede Figur hemmungslos. Das Lachen vergeht einem aber spätestens beim überraschenden Ende. Sein Stück ist als Persiflage zu verstehen. Theater darf eben alles - nur nicht langweilen. Und das wird dieses Stück nicht einen Moment.



Mitwirkende:

  • Figaro, der Kammerdiener des Grafen: Michael Langner
  • Susanna, die Zofe der Gräfin: Lea Borgaes
  • Graf Almaviva, Groß-Comptur von Andalusien: Michael Weimann
  • Gräfin Almaviva, seine Gemahlin: Ines Paetzoldt
  • Bazillus, der Intrigant des Grafen: Herbert Hahn
  • Dr. Bartholo, Arzt in Sevilla und Rechtsverdreher: Heinz-Günther Harms
  • Marcelline, Haushälterin im Schloss: Monika Roth
  • Cherubino, ein Page: Marie Bollenhoff / Marieke Borgaes
  • Antonio, Schlossgärtner: Jens Fischer
  • Fanchette, seine Tochter: Julia Pohl
  • Don Guzman di Stibizia, Richter: Lutz Echtermann
  • Zettelkopf, sein Gerichtsschreiber: Miguel Luftmann
  • Ein gräflicher Diener: Angelika Funke
  • Schauspielerin: Susanne Lürßen
  • Spielleitung: Petra Wahed-Harms
  • Gesang: Bianka Kuhlmann
  • Bühnenbild / Bühnenbau: Monika Roth / Michael Weimann /
                                         Jürgen Müller-Schönborn / Heinz-Günther Harms
  • Bühnenausstattung: Monika Roth
  • Licht + Tontechnik: Tom Schmidt / Jens Fischer
  • Inspizientin: Monika Roth
  • Kostüme: Michael Langner / Ira Schönborn / Gitta Gabriel
  • Maske: Susanne Lürßen / Gitta Gabriel / Melanie Liebner / Lea Borgaes
  • Souffleurin: Heike Fehner
  • Fotos / Videos: Andreas Paetzodt
  • Redaktion: Ines Paetzoldt
  • Aufführungsbetreuung: Heike Fehner / Marieke Borgaes / Elke Hahn
  • Kartenverkauf: Nicole Klein